"Chosrow und Schirin"

          Liebesgeschichte aus Aserbaidschan

                   

Vougar Aslanov las aus seinem neuesten

Theaterstück «Chosrow und Schirin». Foto: Krekel

Beim zweiten «Lesecafé» gab es kurze Lesungen der drei Autoren Karlheinz Sellheim, Vougar Aslanov und Brigitte Pons. Den Auftakt machte die Schriftstellerin Brigitte Pons aus Mörfelden-Walldorn. Mit dabei hatte sie Auszüge aus ihrem neuesten Krimi «Es ist noch nicht vorbei – P.S.: Wir jagen die Mafia». Es geht um drei reizende alte Damen, die einen Mafiaboss herausfordern, und zwei alte Herren im Kampf um ihre Würde und ihr heldenhaftes Auftreten. Eine spannende Kriminalgeschichte mit einer Portion Humor verpackt – von Brigitte Pons mitreißend erzählt.

Gleich darauf las Karlheinz Sellheim weiter aus seinem Werk «Die Hauptsache war: Überleben!», das von der russischen Gefangenschaft in Litauen nach dem Zweiten Weltkrieg handelt. Detailliert erzählte er von den Lebensbedingungen in den Lagern, von der erdrückenden Kälte, von der Hoffnung, seine letzten Habseligkeiten gegen Mahlzeiten eintauschen zu können. Seine Erzählungen gingen unter die Haut und machten die Vergangenheit erschreckend bildhaft.

Zuletzt schlüpfte Vougar Aslanov mit seiner Tochter Sabina in die Rollen von «Chosrow und Schirin», eines iranischen Königs und einer Königin aus dem Kaukasus. Chosrow ist Anhänger der Zarathustra-Lehre, welche die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die freie Liebe vorschreibt. Schirin indes ist überzeugte Christin. Beide können die Religion des anderen nicht nachvollziehen und so scheint sich ihre Liebe wieder hinten anstellen zu müssen Das nächste Lesecafé ist am Samstag, 31. Oktober, um 19 Uhr im Café Stern (Sebastian-Kneipp-Straße). ju